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22.2.2021

Restentmilbung mit Oxalsäure

Es ist Mitte Dezember, rund drei Wochen sind seit dem ersten Frost des Jahres vergangen. Die ideale Zeit um die Rest-Entmilbung anzugehen, da die Völker nun brutfrei sind. Der erste Frost ist für die Königin das Zeichen, das Eier legen einzustellen und nun, rund drei Wochen später sind aus den zuletzt gelegten Eiern fertige Bienen geschlüpft. Die Varroamilbe vermehrt sich in den Brutzellen, in welcher sie die Larven der Bienen parasitiert. Da es nun keine Brutzellen mehr gibt, sitzen jedoch alle Milben direkt auf den Bienen und sind so deutlich besser zu bekämpfen als dies unter dem Deckel der Brutzellen der Fall wäre.  

Die Behandlung erfolgt mittels gelöster und niedrig konzentrierter Oxalsäure. Oxalsäure ist ein natürlicher Stoff, der z.B. auch in Spinat oder Rhabarber vorkommt. Vermischt mit Wasser und Zucker wird die fertige Oxalsäure-Lösung auf die Bienen geträufelt, welche eng beisammen in der Wintertraube sitzen um sich zu wärmen. Bedingt durch das Reinigungsverhalten der Bienen und den steten Platzwechsel der Einzeltiere, (alle wollen und dürfen mal in das warme Innere der Wintertraube) verteilt sich die Oxalsäure so im ganzen Volk und erreicht alle Milben. Dabei werden über 90% der Milben abgetötet und den Bienen so ein guter Start ins folgende Jahr ermöglicht.

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Bienenstöcke im Wald